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Praxis für Allgemeinmedizin
Stavrula Machera-Lehmann
Tel.: (0201) 28 46 22
Fax: (0201) 28 40 79
E-Mail: kontakt@machera-lehmann.de

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Praxis für Allgemeinmedizin
Stavrula Machera-Lehmann


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45138 Essen
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Gesundheitsnews



Essen und Trinken auf Reisen in heiße Länder
Peel it, boil it or leave it

„Schäl es, koch es oder lass es“ – ein gängiger Ratschlag bei Reisen in tropische oder subtropische Gebiete. Zwar lockt hier frisches Gemüse und Obst von Straßenständen, nach ungeschältem und rohem Verzehr führt es aber häufig zu gesundheitlichen Problemen. Gerade bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit vermehren sich Mikroorganismen, auch auf der Schale, besonders gut. Selber schälen lautet hier die Devise, denn auch Vorgeschnittenes kann verunreinigt sein.
Mindestens drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst sollten auch auf Reisen täglich verzehrt werden. Denn die darin enthaltenen Nährstoffe sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe senken das Risiko für Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten.
Das Einhalten hygienischer Standards bei der Lebensmittelzubereitung ist in warmen Ländern besonders wichtig. Gründliches Händewaschen vor dem Essen verringert das Risiko für Infektionen. Meiden Sie Speisen, die gekühlt werden müssen, wenn Sie unsicher sind, ob die Kühlkette eingehalten wurde. Verzehren Sie nichts, das längere Zeit in der Wärme stand. Garen oder braten Sie Lebensmittel stets gut durch.
Trinken Sie ausreichend, rund 1,5 Liter täglich. Bei großer Hitze können 0,5 bis ein Liter zusätzlich pro Stunde nötig sein. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßter Tee oder andere kalorienfreie Getränke. Verzichten Sie auf Eiswürfel und Leitungswasser, denn sie könnten verunreinigt sein. Wenn Zweifel an der hygienischen Qualität des Leitungswassers bestehen, kochen Sie es ab, oder greifen Sie zu Mineralwasser aus der original verschlossenen Flasche – auch beim Zähneputzen!

Weitere Tipps zu Essen und Trinken bei Reisen in tropische und subtropische Länder gibt es beim BfR unter www.bfr.bund.de/cm/350/hinweise_fuer_reisende_in_tropische_und_subtropische_laender_.pdf

Wenn dem Auge Tränen fehlen
Neue Erkenntnisse ermöglichen individuell angepasste Therapien bei trockenem Auge

Das trockene Auge ist eine der häufigsten Augenkrankheiten in Deutschland - Hochrechnungen zufolge sind etwa 9 Millionen Menschen davon betroffen. Das Wissen um die Prozesse, die zu dieser Krankheit führen, wächst, und damit können Augenärzte ihren Patienten immer bessere, individuell angepasste Behandlungen anbieten. Prof. Dr. Gerd Geerling, Leiter des Ressorts "Trockenes Auge" im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, erläutert, wie sich das Verständnis dieser Krankheit in den vergangenen Jahren gewandelt hat.

Es fühlt sich an, als würden feine Sandkörner auf der Augenoberfläche reiben. Die Augen brennen und sind gerötet, die Betroffenen reagieren empfindlich auf Licht: Das trockene Auge kann die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken. Moderne Lebensgewohnheiten tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen das Gefühl trockener, gereizter Augen kennen. Bei der Arbeit am Computer oder dem Blick auf Mobiltelefon, Tablet & Co blinzelt man seltener. Der Tränenfilm wird nicht mehr regelmäßig auf der Augenoberfläche verteilt und reißt auf. Der Aufenthalt in klimatisierten Räumen, die Ernährung, Medikamenteneinnahme und Rauchen können weitere Faktoren sein, die zur Entstehung der Krankheit beitragen, zudem tritt sie bei älteren Menschen häufiger auf als bei jungen Leuten.
Definition des trockenen Auges

Das Verständnis für die krankhaften Vorgänge an der Augenoberfläche hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Sprachen Augenärzte vor 30 Jahren, als die erste Definition des trockenen Auges formuliert wurde, noch von einer "Störung des Tränenfilms", so setzte sich vor gut zehn Jahren die Erkenntnis durch, dass es sich bei der "Keratoconjunctivitis Sicca" um eine Krankheit handelt. Vor Kurzem hat ein international besetztes Gremium, in dem 23 Länder vertreten sind, eine neue Definition erarbeitet (TFOS, Tear Film & Ocular Surface Society, Dry Eye Workshop II). Heute verstehen Augenärzte das trockene Auge als eine multifaktorielle Erkrankung der Augenoberfläche.

Der Tränenfilm besteht aus mehreren Schichten: Zum Auge hin sorgt eine Muzinschicht (Schleimschicht) dafür, dass der Tränenfilm an der Hornhaut haftet. Sie geht über in die wässrige Schicht, die neben Wasser Nährstoffe, Sauerstoff und keimtötende Substanzen enthält. Ganz wesentlich für die Stabilität des Tränenfilms ist die darüber liegende ölige Schicht, die Lipidschicht. Sie verhindert, dass die Tränenflüssigkeit zu rasch verdunstet.

Die Zusammensetzung des Tränenfilms gerät beim trockenen Auge aus dem Gleichgewicht, wobei es zwei wichtige Unterformen gibt: Bei der hypovolämen Form werden zu wenige Tränen produziert, bei der evaporativen Form verdunsten die Tränen besonders schnell, so dass der Tränenfilm instabil wird. Nur etwa jeder zehnte Betroffene leidet alleine unter einem Tränenmangel, bei den weitaus meisten Menschen liegt eine Mischform aus zu geringer Produktion und instabilem Tränenfilm vor oder die evaporative Form steht im Vordergrund. Eine Entzündung und Schädigung der Augenoberfläche kann die Folge sein und auch die Nerven in der Hornhaut können beeinträchtigt werden, was zu neuropathischen Schmerzen führt.
Mit dem richtigen Verhalten die Augenoberfläche schonen

So vielschichtig die krankhaften Prozesse beim trockenen Auge sind, so viele Ansatzpunkte bieten sie auch für die Therapie. Mit dem richtigen Verhalten kann man die Augenoberfläche schonen: Spaziergänge an der frischen Luft und viel trinken tragen dazu bei; bei der Computerarbeit sollte man immer wieder mal bewusst blinzeln und wer im Auto unterwegs ist, sollte die Luftzirkulation drosseln und den Luftstrom nicht direkt auf die Augen richten.

Bei andauernden Beschwerden sollte man aber eine Augenarztpraxis aufsuchen. Hier lässt sich klären, ob genügend Tränenflüssigkeit gebildet wird, wie lange der Tränenfilm stabil ist und ob die Augenoberfläche entzündet ist.
Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten wird breiter

Bei der Therapie kommen zunächst Tränenersatzmittel zum Einsatz, die den Tränenfilm stabilisieren, die Reizung lindern und die Lebensqualität steigern. Ob Augentropfen, Gel oder Spray – die Vielfalt dieser Tränenersatzmittel ist groß. Daneben gibt es Medikamente, die eine Entzündung der Augenoberfläche wirksam behandeln. Auch neue Behandlungsmöglichkeiten werden erforscht. So sollen so genannte Sekretagoga die Tränenproduktion anregen; in klinischen Studien werden zudem Medikamente gegen neuropathische Schmerzen erforscht. Eine weitere Maßnahme kann die Pflege der Lidkanten sein, um eine Entzündung der Meibom-Drüsen, die den wichtigen öligen Bestandteil des Tränenfilms liefern, zu behandeln.

Der Bericht des TFOS Dry Eye Workshop steht hier zum Download bereit: www.theocularsurfacejournal.com/article/S1542-0124(17)30119-2/pdf

Diabetes und Parodontitis: ein gefährliches Duo
Experten raten zur regelmäßigen Zahnarztkontrolle

Berlin – Rund elf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter einer behandlungsbedürftigen Entzündung des Zahnhalteapparates. Besonders schwer betroffen von einer Parodontitis sind Patienten mit Diabetes Typ 1 und 2: Sie haben ein dreifach erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken und verlieren mehr Zähne, wobei sich gleichzeitig die Einstellung des Blutzuckerspiegels durch die Zahnfleischerkrankung verschlechtert. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) rät daher allen Diabetespatienten zur gründlichen Mundhygiene und regelmäßigen Zahnarztkontrolle. Darüber hinaus ist es wichtig, auf die Blutzuckereinstellung achten, um das Parodontitis-Risiko zu senken.

Parodontitis ist die häufigste chronische Erkrankung weltweit. Als Hauptauslöser für die Entzündung des Zahnhalteapparates gilt der bakterielle Zahnbelag. Dieser führt zu einer oberflächlichen Entzündung des Zahnfleisches – der Gingivitis –, die sich unbehandelt zur Parodontitis ausweiten kann. „Außer mangelnder Mundhygiene sind Rauchen, Stress und genetische Faktoren Ursachen für diese chronische Entzündung“, erklärt DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland. Ein weiterer großer Risikofaktor ist der Diabetes mellitus.

„Ist der Blutzuckerspiegel des Diabetespatienten schlecht eingestellt, steigt das Risiko für Parodontitis stark an“, betont Müller-Wieland. „Auch ist dann die Zahnfleisch-Behandlung komplizierter, der Krankheitsverlauf schwerer, ein Zahnverlust häufiger.“ Umgekehrt verschlechtert eine Parodontitis wiederum die Blutzuckereinstellung – mit der Tiefe der Zahnfleischtaschen steigt auch der Langzeit-Blutzuckerwert an. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Sterblichkeit von parodontal erkrankten Diabetespatienten höher ist als bei Menschen mit gesundem Zahnfleisch. Grund sind Entzündungsprozesse, die sich unter anderem negativ auf das Herz auswirken.

Das Schwierige an der Erkrankung: Parodontitis verursacht selten Schmerzen. „Es ist daher wichtig. Unbedingt auf erste Warnzeichen wie Zahnfleischbluten, geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, Änderungen der Zahnstellung oder länger werdende, gelockerte Zähne zu achten“, betont DDG Experte Priv. Doz. Dr. med. Erhard Siegel. Die DDG rät zudem zu regelmäßigen zahnärztlichen Untersuchungen, um jegliches Risiko auszuschließen.

Bei der zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchung erkennt der Arzt mithilfe des „Parodontalen Screening Indexes“ (PSI) bereits frühe Formen der Parodontitis und kann sie behandeln. „Insbesondere Menschen mit Diabetes sollten mindestens einmal jährlich zur Kontrolle beim Zahnarzt gehen“, empfiehlt Siegel. Der Verzicht auf Rauchen, eine ausgewogene Ernährung sowie die Vermeidung von Übergewicht und Stress können das Parodontitis-Risiko weiter senken. Für eine erste Einschätzung, wie hoch das eigene Parodontitis-Risiko ist, stellt die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG Paro) online einen Selbsttest zur Verfügung: https://www.dgparo.de/media/download-5a1fbed30aef0

„Auch Diabetologen, Haus- und Zahnärzte sollten für dieses Thema zunehmend sensibilisiert werden“, fordert Müller-Wieland. „Denn in Deutschland wissen etwa zwei Millionen Menschen nicht, dass sie an Diabetes erkrankt sind und folglich ein erhöhtes Risiko für Parodontitis besitzen.“ Alle beteiligten Fachärzte seien aufgerufen, mehr Aufklärung und Prävention in ihre Praxen zu bringen. „Beispielsweise könnten Screening-Maßnahmen wie ein Diabetestest in Zahnarztpraxen oder die Aufnahme des Zahnstatus in die hausärztliche Anamnese eine bessere Parodontitis-Vorsorge gewährleisten", schlägt Siegel vor.

Um die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Zahnärzten zu intensivieren, arbeitet die DDG derzeit an einer neuen AWMF-Leitlinie „Diabetes und Parodontitis“. Sie soll wichtige Erkenntnisse zur Wechselwirkung zwischen beiden Erkrankungen vermitteln und konkrete Empfehlungen zur Betreuung und Früherkennung geben. 

14.08.2018 DGA | Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG)